Möchten deutsche Fotografen ihr Wissen nicht weiter geben?

Vom 30. Januar 2008, Kategorie(n): Fotografie

Deutsche Fotografen

Martin Gommel hat einen kritischen Post veröffentlicht, den ich hier gerne aufgreifen möchte. Seine Kritik gilt der deutschen Fotocommunity. Sein Fazit: Zu engstirnig, zu arrogant und nicht hilfsbereit gegenüber Einsteigern.

Ich glaube zu verstehen was Martin meint. Ich glaube er meint das, was für mich der Grund ist, dass ich mich nie in einer deutschen Community aufgehalten habe. Egowahn. Martin spricht von Fachidioten. Ob die User denn wirklich so gut im ihrem Bereich sind, vermag ich nicht zu beurteilen, aber ich weiß gewiss, dass es, verglichen zum englischsprachigen Web, keine einladende Anlaufstelle für Neulinge gibt.

Blogs als Alternative zur Community

Abgesehen davon, halte Communitys sowieso für überholt, (und zwar überholt von Blogs,) da sich dort meist zu viele Leute auf einem Haufen tummeln, die alle irgendwie aktiv sein wollen. Das geht natürlich nach hinten los. Mir fällt dazu folgender Vergleich ein:
100 Leute in einem großen Raum versammeln, und dann eine Frage in die Runde zu werfen: es wird nicht funktionieren, dort zu einer Lösung zu kommen. Die einen werden dich darauf hinweisen, dass das doch vor 2 Wochen schon besprochen wurde, andere werden beginnen sich zu langweilen, und als Folge spitze Bemerkungen fallen lassen etc. Das Problem ist, dass alle sich irgendwie verpflichtet fühlen, aktiv zu sein.

Bei Blogs verteilt sich das einigermaßen. Einer schreibt was, und andere, sofern sie etwas dazu Beitragen können, melden sich zu Wort. Kommentare werden stärker kontrolliert und dadurch entsteht in der Regel eine positivere Atmosphäre.

Zu wenige Blogs mit Praxisbeispielen

Leider gibt es im deutschsprachigen Raum recht wenige Blogs zur praktischen Fotografie, die sich mit der Wissensvermittlung beschäftigen, die praktische Tipps weitergeben, die ihre Erfahrungen teilen, die Anfängern die Angst nehmen, auch mal nachzufragen, warum denn eine Offene Blende einen niedrigen Blendenwert bedeutet etc.

Facettenreiches Thema

Die Fotografie umfasst viele Facetten. Man muss seine Hardware kennen, man muss seinen Blick trainieren, man muss wissen, wie man welche Situation am besten einfängt etc. Das lernt man nicht an einem Wochenende, und ich behaupte auch, nicht einmal in einem Jahr. Und wir haben noch nicht von der Nachbearbeitung am Rechner gesprochen. Woher soll ein Anfänger wissen, dass die Bilder aus der Kamera NIE so aussehen, wie die coolen Fotos, die ihm oder ihr bei flickr immer so gut gefallen? Woher soll sie oder er wissen, warum er jetzt auch noch so umständlich im RAW-Modus “shooten” soll, die er dann noch mehr als eh schon nachbearbeiten muss.

Die Lösung: Bücher?

Steht alles in Büchern, werden einige argumentieren. Das stimmt. Und zwar so staubtrocken, dass man größte Mühe hat es zu verstehen. Es gibt tolle Bücher über Fotografie, aber es gibt so viele schlechte Bücher, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Anfänger recht groß ist, dass es sich für ein schlechtes Buch entscheidet.

Die Welt der Fotografie ist kompliziert. Ich kämpfe mich seit 6 Monaten durch das Thema und bisher ist kein Ende in Sicht.

Praktische Tipps

Ich denke, ich weiß durch meine Erfahrung des letzten halben Jahres (seit dem Kauf meiner ersten SLR-Kamera), mit welchen Problemen Einsteiger kämpfen, und werde versuchen hier ein paar eigentlich einfache Grundlagen verständlich zu erklären. Vielleicht hilft es jemandem. Weiterhin werde ich die Tipps und Tutorials, die ich bisher gefunden habe, und die mir weiter helfen konnten, hier veröffentlichen.

Ich bin gespannt wie sich die Diskussion bei Martin entwickeln wird, und auch, ob Martin selbst mit gutem Beispiel voran geht, und sein Wissen mit uns noch mehr teilt. Ich würde mich freuen, denn Martin ist ein guter Fotograf.

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Blogs und Usability

Vom 27. Januar 2008, Kategorie(n): Webdesign, Blogging

Perun, Wordpress Experte aus Köln, hat bereits seinen Beitrag zum Wordcamp, online online zur Verfügung gestellt.

Im Dokument gibtes einige Hinweise, welche Features Blogs beinhalten müssen/sollten, wo sie platzieren seit sollten und auch einige Hinweise, welche Funktionen (Bookmarking-Buttons!) eher unerwünscht sind. Viele Aussagen beasieren auf Umfragen, die Perun auf seinem Blog durchgeführt und spiegeln somit wohl vor allem die Meinung anderer Blogger wieder. Das verzerrt meiner Meinung nach die Werte etwas, denn diese “Surfprofis” nehmen bekannter Maßen Websites anders wahr, als der Normaluser. Interessant ist sein Beitrag aber allemal.

Sein Fazit

  • Suche, RSS und Vorstellung sind wichtig, daher nach oben
  • Kategorien sollten angezeigt werden, aber nicht zu viele
  • Lesezeichen-Leisten werden nicht benötigt
  • “Subscribe to Comments” ist dein Freund
  • Mehr Liebe für die Druckausgabe

Hier gehts zum Beitrag Weblogs und Usability

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