Schwarz Weiss Fotografie

Vom 9. June 2008, Kategorie(n): Fotografie

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Beim Smashing Magazine gibt es eine nette Zusammenstellung von Schwarz/Weiß Fotografien. Die gezeigten Arbeiten und Fotografen sind wie gewohnt Qualitativ hochwertig und einen Besuch wert. Unbedingt auch die Seiten der Fotografen besuchen.

Beautiful Black and White Photography

Das Foto oben stammt nicht aus dem Beitrag sondern ist von mir.

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Der Lerneffekt - Was ich in 365 Tagen Fotografie gelernt habe

Vom 8. June 2008, Kategorie(n): Fotografie

Vor ca. einem Jahr kam das Paket mit meiner ersten Kamera an. Ein Jahr lang habe ich mich nun mit der Fotografie beschäftigt. Hier ein paar Punkte, die ich für mich daraus gezogen habe.

Fotografie Bücher sind überbewertet

Gute 80 Prozent der Bücher über Fotografie die ich gelesen habe, waren mehr oder weniger Zeitverschwendung. Der Grund: diese Bücher versuchen aus dir einen technisch perfekten Fotografen zu machen. Sie gehen davon aus, dass du immer gutes Licht hast, dass du wahrscheinlich Hochzeitsfotograf werden möchtest, oder nach einer Möglichkeit suchst, endlich mal Tulpen ins rechte Licht zu rücken.

Wenn du noch mehr gute Aufnahmen machen möchtest, dann stell dich vor mehr interessante Sachen

Wie kommt es wohl, dass man aus dem Urlaub nicht selten mit Tausenden Aufnahmen zurück kommt, von denen selbst nach kritischer Prüfung noch jede Menge guter Fotos übrig bleiben? Ganz einfach: Es gibt viel interessantes zu sehen, und deshalb auch viel interessantes zu fotografieren.

Equipment kaufen macht dich nicht zu einem besseren Fotografen

Und das schreibe ich, obwohl ich auch eine Menge Geld in zusätzliches Equipment investiert habe, aber:

Es ist zu einfach, sich damit rauszureden, dass, hätte man jetzt dieses oder jenes Objektiv, dann…
Es gbt immer einen Weg, mit dem vorhandenen Equipment ein brauchbares Foto zu machen. Man muss sich dafür vielleicht etwas mehr Zeit nehmen, etwas laufen, oder sich auch mal auf den schmutzigen Boden legen. Aber es geht!

Warum habe ich mir trotzdem neue Objektive gekauft? Weil ich es konnte :)
Nein, im Ernst: Die bisher beste Investition war der Kauf des 50mm Festbrennweiten Objektives für 119 €. Dieses Objektiv ermöglicht es mir, bei Konzerten unter widrigen Lichtverhältnissen Fotos zu machen, da es eine Blende von 1.8 hat. Die Qualität meiner Konzertfotos hat sich dadurch extrem verbessert, aber Konzertfotos konnte ich auch vorher machen. Und so Verhält es sich auch mit den anderen Käufen.

Technik ist Beiwerk

Sehen. Man muss ein gutes Foto sehen. Das geht ohne Kamera! Und es ist bei weitem das am schwierigsten zu erlernende Element der Fotografie. Erst wenn ich ein Motiv im Kopf habe, fange ich damit an, mir Gedanken über Blende, Verschlusszeit etc zu machen.

Fotografiere, Fotografiere, Fotografiere

OK, den Tipp liesst man überall, und es stimmt. Nur durch Training lernt man das Sehen, und nur durch Training nimmt sich die technische Umsetzung weniger, und die Bildgestaltung wird zum Hauptelement. Im Prinzip wie beim Autofahren, oder denkt ihr noch darüber nach, ob ihr jetzt besser in den dritten, oder in den 4. Gang schaltet?

Bestes Lehrmaterial: die eigenen Fotos

Am meisten lernt man aus seinen eigenen Fotos. Keine Ahnung, wie oft ich mir am Rechner eines meiner Fotos angesehen habe, und genau wußte, was ich falsch gemacht habe: dass ich einen Schritt nach rechts hätte gehen müssen, ein Stück näher ran, oder… ihr versteht.

Beschneidung am Rechner: Nachträglich aus dem Foto einen Bereich herauszuschneiden, kann (positive) Wunder bewirken. Doch sollte man immer versuchen, bereits beim Fotografieren den Sucher mit dem Motiv zu füllen, das man später haben möchte.

Fotobände und Magazine sind inspirierend

Im Gegensatz zu Lehrbüchern sieht man in Fotobänden und in Magazinen Arbeiten, die nicht Mittel zum Zweck sind, sondern die durch die Hände eines Editors gingen. Dadurch ist die Qualität der Arbeiten hoch, und man kann sich diese Arbeiten als Vorbild oder Ideengeber für eigene Aufnahmen merken. Durch Imititation lernt der Mensch doch mit am besten, oder?

Gute Fotografen verraten ihre wirklichen Tricks nicht

Klar, auch berühmte Fotografen erzählen uns einige ihrer Tricks, aber das, was ihre Arbeiten einzigartig macht, das können sie wahrscheinlich selbst nicht erklären. Und selbst wenn, würden sie es dir ganz bestimmt nicht erzählen. Und deshalb kann man sie zwar imitieren, aber nicht kopieren.

Beschäftige dich mit Post Processing

Immer wieder hört man von Puristen, die den Einsatz von Software wie Adobe Photoshop oder anderen Bildbearbeitungstools schlecht reden. Doch bei einer Digitalkamera hat man nicht die Möglichkeit, einen bestimmten Film zu wählen, und man hat auch nicht die Möglichkeit CrossProcessing im Belichtungsstudio zu machen. Das gehört für diese Leute aber zum Erlaubten…
Heute ersetzt man diese Techniken und materiellen Vorgaben durch die Nachbearbeitung am Computer. Und glaubt mir, ihr habt noch nie ein unebarbeitetes Foto in einem Magazin gesehen.

Die Kamera in der Tasche

Wenn du die Kamera unterwegs in der Tasche hast, kannst du dir zu 100% sicher sein, jedes gute Motiv zu verpassen. Also, wenn du zum Fotografieren unterwegs bist: Kamera in die Hand nehmen, und Objektivdeckel ab. Immer! Übrigens verfügen die meisten aktuellen Kameras über einen eigenen Schlafmodus. Das heißt, du kannst sie angeschaltet lassen, und wenn ein Motiv auftaucht, sofort reagieren.


Das waren jetzt 10 Punkte, die sich natürlich noch erweitern liessen. Habt ihr eine Ergänzung dazu? Würdet ihr mir in meinen Ansichten widersprechen?

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Nice Photo / Love the colors

Vom 7. June 2008, Kategorie(n): Fotografie

Flickr Comments

Ich lade ja regelmässig Fotos bei flickr hoch. Einer der Gründe ist natürlich, Feedback zu bekommen. Da ich nach wie vor recht frisch im Thema Fotografie stecke, ist mir Feedback und Kritik wichtig.

Flickr User-Feedback: drei Arten

Da flickr in seinen Funktionen im Prinzip extrem beschränkt ist, gibt es für mich drei Arten von Feedback:

Comments

Über die Kommentarfunktion von flickr kann jeder angemeldete Nutzer einen Kommentar zu Fotos abgeben. Er hat die Möglichkeit, frei zu schreiben, was seine Meinung zum jeweiligen Foto ist.

Favorite it

Favorite itJeder Nutzer hat die Möglichkeit, ein Foto zu seinen Favoriten hinzuzufügen. Dadurch erstellt er sich eine Sammlung von Arbeiten die ihm - aus welchem Grund auch immer - gefallen.

Contacts

Dies ist ein Feedback, dass weniger auf ein Foto bezogen ist, als auf alle Arbeiten, die ein User bei flickr eingestellt hat. Wer regelmäßigen Einblick in die hochgeladenen Fotos eines Users haben möchte, kann ihn als Kontakt hinzufügen, und sieht in seiner Kontaktübersicht neue Fotos dieses Users.

Die Kommentarfunktion nervt mich

Ja, die Kommentarfunktion nervt mich. Bei flickr herrscht ein erstaunlich freundlicher Ton im Umgang miteinander. Rauhe Töne, oder gar Kritik kommen äußerst selten vor. Ersteres begrüße ich natürlich sehr. Stattdessen findet man in den Kommentaren (klickt euch mal wahllos durch 5 User) zu 80 Prozent folgende Kommentare:

Wonderful shot
Nice photo….
Love the colours
Amazing!
Perfect Exposure!
Beautiful colors. Well done!

etc. dazu gesellen sich zweifelhafte Awards, deren Blinke-Icons sehr viel zum Geschmack Ihrer Verteiler aussagen.

Echtes Feedback habe ich bisher eigentlich nur von mir persönlich bekannten Usern bekommen, und das finde ich sehr schade.

Ich selbst kommentiere auch äußerst selten. Ich gebe zu: auch mir fällt es schwer, Worte für Fotos zu finden. Und deshalb “honoriere” ich Fotos, die mir sehr gut gefallen, durch:

Favoriten

Wenn ich ein Foto wirklich mag, dann speichere ich es als Favorit ab. Und ich freue mich selbst sehr darüber, wenn das andere User bei einem meiner Fotos machen. Denn es zeigt mir: der User möchte sich mein Foto vielleicht noch einmal, oder sogar noch öfter ansehen. Diese Vorstellung gefällt mir.
Nachdem ich auf ein tolles Foto gestoßen bin, sehe ich mir als nächstes den Photostream des Users an. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass mir sein Stil gefällt, und ich künftig seine neuen Arbeiten sehe möchte:

Add as Contact

Auch das ist etwas über das ich mich freue: Jemanden interessieren meine Fotos, so daß er künftig sehen möchte, wenn ich wieder etwas hochgeladen habe.

Wie seht ihr das? Fühlt ihr euch einfach nur geschmeichelt, dass viele Kommentare kommen, auch wenn der Inhalt 08/15 ist?

Update

Es ist nicht zu fassen. flickr steht Kopf. Seitdem dieser Beitrag online ist, bekomme ich bei flickr sinnvolle und hilfreiche Kommentare… Und ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Leute meinen Beitrag nicht gelesen haben. Als Beispiel der KOmmentar von Stefan Neuweger:

“This image is very pleasing to me. I especially like the fact that you manage to get some depth into the shot by having a foreground, leading lines “into” the background. The silhouette of the girl/guy to the left to me is an important element in this shot that makes it more interesting.
To me the monochrome look of this piece is strong and works very well for the subject.”

zu diesem Foto

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Copyright-Verletzung durch Einbindung des flickr-Badge?

Vom 5. March 2008, Kategorie(n): Fotografie

Folgender Sachverhalt:

Wir nutzen auf einer Seite über England ein von flickr angebotenes Badge. Das Badge durchsucht nach unseren Vorgaben die flickr Datenbank auf bestimmte Tags, und zeigt dann Thumbnails passender Fotos der flickr User an. Die Tumbnails verlinken auf das Original-Bild der User, und werden vom flickr-Server geladen.

Im Flickr-Forum hat sich nun ein User darüber beschwert, dass auf der Seite seine Fotos “eingebunden” sind, und dass wir damit sein Copyright, und natürlich auch das aller anderen Fotografen, die ihre Fotos nicht auf Creative Commons-Basis freigegeben haben, verletzen.

Wir möchten selbstverständlich keine Rechte verletzen. Die Frage ist nun: Wenn flickr dieses Badge zur Verfügung stellt (wir haben da nichts dran geschraubt), ist es dann ein Verstoss, es einzusetzen? Es gibt darin übrigens keine Möglichkeit, nur auf Bilder mit CC-Lizenz zurückzugreifen.

Ich habe flickr bereits angeschrieben, ihnen den Sachverhalt erklärt, und um ihre Meinung gebeten, aber bisher gab es noch keine Antwort.

Hat von euch jemand Erfahrung damit? Kann jemand helfen? Die Sache ist dringend.

Update (06.03.08)

Nach einem erneuten Post von mir im deutschen flickr Forum, hat sich jemand vom deutschen flickr Staff zu Wort gemeldet:

“Wie du dem englischen Thread entnehmen kannst, wird dein Internetauftrit von der Community als kommerziell wahrgenommen, da mit den Google-Anzeigen Geld verdient wird und die Internetseite von einer Firma betrieben wird.
Aus diesem Grund sollte der Flickr Badge grundsätzlich auf kommerziell betriebenen Internetangeboten nicht genutzt werden. Die Flickr-API ist in deinem Fall eindeutig die bessere Wahl, da Du hier über diese Programmierschnittstelle auch die Möglichkeit hast festzulegen, welche Lizenz die angezeigten Bilder haben dürfen.”

Was mich etwas verwirrt ist dass die Begründung auf der Meinung einzelner flickr-User beruht. Ein Hinweis auf entsprechende offizielle Regelungen seitens flickr hat er (noch) nicht genannt. Ich habe aber nachgefragt, und warte auf eine Antwort.

Update 2 06.03.08

Ich habe eine zweite Antwort bekommen:

“Flickr-Module (Badges) können nur erstellt werden, wenn man an seinem persönlichen Account angemeldet ist. In unseren Community-Richtlinien weisen wir eindeutig darauf hin, dass Flickr Accounts nur für den privaten Gebrauch bestimmt sind und nicht für kommerzielle Zwecke genutzt werden dürfen.

Flickr Accounts sind für die persönliche Nutzung vorgesehen.

Missbrauchen Sie Flickr nicht für kommerzielle Zwecke.
Flickr ist ausschließlich für den privaten Gebrauch gedacht. Wenn wir feststellen, dass Sie Produkte, Dienstleistungen oder sich selbst durch Ihren Fotostream vermarkten, legen wir Ihren Account still. Jede sonstige kommerzielle Nutzung von Flickr, Flickr Technologien (einschließlich APIs, Flickrmail usw.) oder Flickr Accounts bedarf der ausdrücklichen Genehmigung durch Flickr.

Hieraus ergibt sich, dass der Badge nicht auf kommerzielle Weise eingesetzt werden darf.”

Wir haben bereits heute Mittag das Badge entfernt, um das Problem zu beseitigen. Danke euch, für eure Meinungen, wie man sehen kann, ist es für niemanden, auch nicht für flickr User tatsächlich nachvollziehbar, welche Rechte in welcher Situation greifen.

Es liegt also an flickr als Anbieter, ob sie nicht nur eine Plattform betrieben, sondern auch dafür sorgen, dass in unmissverständlicher Weise auf die jeweiligen Nutzungsbedingungen hingewiesen wird.

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Lichtzelt selber bauen - aus IKEA-Mülleimer

Vom 19. February 2008, Kategorie(n): Fotografie

Lichtzelt selber bauen

Früher hätte ich diesen Beitrag auf StyleSpion.de gepostet. Aber dieser passt natürlich wunderbar hier rein.

IKEA Hack: aus nem Mülleimer wird ein nettes Lichtzelt. Mehr Infos beim IKEA Hacker.

weitere IKEA Hacks (aber keine Fotosachen)

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Baustrahlerstudio selber bauen - Video Tutorial von FotoTV.de

Vom 18. February 2008, Kategorie(n): Fotografie

Baustrahlerstudio selber bauen

Die meisten von euch werden schon etwas von FotoTV.de gehört haben. FotoTV.de ist ein kommerzielles Angebot mit wirklich sehr sehr guten Videos zu allen Themen der Fotografie. Ich bin Marc (Ludwig, Gründer von FotoTV.de) eh noch einen Beitrag über die Seite schuldig :)

“FotoTV ist eine Internetplattform die Videos zu allen Themen der Fotografie im Internet zur Verfügung stellt. Der Service ist abonnentenbasiert, aber man kann sich erstmal kostenlos registrieren und sieht dann auch 20 kostenlose Filme. Wer sich noch nicht mal unverbindlich registrieren möchte, kann sich hier 5 Filme sofort ansehen: www.fototv.de/schnupperfilme

Einer der gelungensten Beiträge ist für mich das Tutorial von Lars Ihring, in dem er den Bau eines kostengünstigen Baustrahlerstudios zeigt. Zu sehen ist tatsächlich der komplette Aufbau, inkl. kleiner Einkaufstour im Baumarkt bis hin zum Akt-Shooting.

Auf YouTube gibt es einen Ausschnitt davon zu sehen. Schaut euch das Video mal an, und nicht vergessen, auch mal bei FotoTV.de reinzuschauen.

Schade, das Video lässt sich nicht einbinden, deshalb hier der externe Link zu YouTube.

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Jeremy Cowart, Fotograf

Vom 16. February 2008, Kategorie(n): Fotografie, Webdesign & Webentwicklung

Jeremy Cowart

Jeremy Cowarts Portfolio ist eines der besten, die ich bisher gesehen habe. Und abgesehen von seinen fantastischen Arbeiten ist auch das Layout seiner Website eines der angenehmsten Fotografen-Layouts ever.

Unbedingt besuchen: Jeremy Cowart

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Nochmal Konzertfotografie

Vom 13. February 2008, Kategorie(n): Fotografie

Über den fotografr bin ich auf ein Interview mit dem Konzertfotografen Marco Maas bei kleinefragen.de gestossen. Darin geht es u.a. um den rechtlichen Aspekt der Konzertfotografie und um die Verträge, die professionelle Konzertfotografen unterschreiben müssen. Absolute Lesepflicht!

Hier ein Auszug:

“Um das durchzusetzen, stand hinter jedem Fotografen ein Security-Mensch und klopfte den Fotografen in dem ohnehin schon engen Graben auf die Schulter, wenn die Betreuerin vom Veranstalter mit ihrer Stop-Uhr 30 Sekunden anzeigte (sie kam sich dabei auch recht doof vor, wie sie mir im Anschluss sagte). Da jeder Song in den nächsten überging, waren Anfang und Ende sowieso nicht eindeutig zu bestimmen - eine Farce.”

Marcos Fotos bei flickr auf seiner Seite themaastrix.net machen auch sehr schnell deutlich, was die professionelle Konzertfotografie von der Amateur-Konzertfotografie unterscheidet.

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Konzertfotografie

Vom 13. February 2008, Kategorie(n): Fotografie

The Von Bondies

Da bei meinen Konzertfotos auf flickr schon ein paar Mal die Frage aufkam, wie ich sie geschossen habe, möchte ich hier ein paar Tipps oder Ideen (kein Tutorial) geben, wie ich zu den Ergebnissen gekommen bin. Ich möchte vorab betonen, dass die Fotos sicher nicht für den Mainstream taugen, genauso wenig wie es die meisten Bands auf den Fotos in den Mainstream schaffen. Die Fotos sind meistens in kleinen Clubs entstanden, wo die Lichtsituation recht schwierig zu handlen ist.

Mein Ziel ist es, die Stimmung des Konzertes festzuhalten. Es gibt Musiker, die sich konstant auf der Bühne bewegen und es gibt die umgekehrte Situation, dass Musiker sich ganz und gar auf ihre Musik konzentrieren, und dabei jegliche Showelemente meiden. Beides hat seinen Reiz.

Typisch bei Konzerten

Unsere Ausgangssituation sollte in der Regel folgende sein: grundsätzlich wenig Licht, durch die Lightshow sich fortlaufend verändernde Lichter, und ein sich ständig veränderndes Motiv (der/die Künstler).

Belichtungszeit

Das heißt wir brauchen, um anständige Fotos hinzubekommen, eine Belichtungszeit von maximal 1/60 Sek oder kürzer. Diese Verschlusszeit sollte auch genügen, um unser (sich wahrscheinlich ständig bewegendes) Motiv halbwegs scharf abzubilden.

Cedarwell

Blende

Wer sich Konzertfotos ansieht, wird schnell feststellen, dass auch hier eine Regel zutrifft: So nah ran wie möglich. Bei Konzerten stehen, hängen und liegen überall Sachen rum, das kann (muss aber nicht) die Wirkung des Fotos schmälern, weil es vom eigentlichen Motiv ablenkt.
Ein weiterer Vorteil: Man kann die Blende weit öffnen, um mehr Licht einzufangen. Eine weit geöffnete Blende (kleiner „f“ Wert) bedeutet aber auch eine geringere Schärfentiefe. Also werden im Ergebnis nur sehr wenige Bereiche wirklich scharf sein. Das stört aber nicht, im Gegenteil: wenn die richtigen Elemente (Augen!) scharf sind, schafft es mehr Stimmung.

Tipp:

Wenn ich von einer weit geöffneten Blende spreche, also einem kleinen Blendenwert, dann meine ich wirklich weit. Es gibt sowohl von Nikon als auch von Canon sehr preisgünstige Objektive mit Festbrennweite (50mm) die auf einen Blendenwert von f 1.8 gehen. Die Dinger kosten knapp über 100 Euro und sind wirklich jeden Cent wert.

Animal Five

ISO-Angabe

Selbst bei einer Blende von f 1.8 und einer Belichtungszeit von 1/60 Sec werden wir mit 100 ISO noch keine brauchbaren Ergebnisse erzielen können. Die Konzertfotos werden zu dunkel sein. Deshalb schraube ich den ISO-Wert so hoch wie es geht, ohne dabei ein zu starkes Bildrauschen zu bekommen. Sowohl bei meiner alten D40, als auch bei der D80 liegt die vertretbare Grenze im Bereich von ISO 800.

The Von Bondies

Belichtungsmessung / Metering Mode

Bedingt durch die Lightshow und die sich schnell verändernde Position des Motives, habe ich die Variante des „Spot Metering“ als am brauchbarsten für mich gefunden. Das heißt, die Kamera führt die Belichtungsmessung nur auf dem Punkt durch, auf den ich den Focus eingestellt habe. Diese Einstellung kann aber durchaus dazu führen, dass beispielsweise der Hintergrund völlig überbelichtet wird wenn ein Scheinwerfer plötzlich hinter dem Musiker aufblendet.

Jose Gonzalez

Kameramodus

In der Regel arbeite ich auch bei Konzerten in meinem Lieblingsmodus Blendenvorgabe / Aperture Priority.
Das heißt, man gibt der Kamera eine Blende vor (in meinem Falle meistens f 1.8) und die Automatik der Kamera ermittelt die benötigte Verschlusszeit.
Ideale Ergebnisse würde man sicher mit einer komplett manuellen Einstellung erzeugen können – doch werdet ihr selbst feststellen, dass sich die Lichtverhältnisse einfach zu schnell ändern, um die notwendigen Einstellungen rechtzeitig zur Hand zu haben.

Dauerfeuer

Ergibt sich ein gutes Motiv, bleibt der Finger meist auf dem gedrückten Auslöser und die Kamera schießt von derselben Situation mehrere Bilder. Grund hierfür ist einmal mehr die Geschwindigkeit. Es kann gut sein, dass die Kamera erst beim zweiten oder dritten Auslösen brauchbare Werte gefunden hat. Ganz abgesehen von der Chance, dass man in Sekundenbruchteilen völlig unterschiedliche Gesichtsausdrücke und Gesten festhalten kann.

Blitz

Zum Abschluß noch etwas zum Thema Blitz:

Auslassen.

Nein im Ernst: Das blitzen nervt die Musiker und die Gäste. Wer sich mit seinem Blitz auskennt, kann sicher Einiges rausholen, doch auf den kleinen Clubkonzerten würde ich es lassen. Es lassen sich aber durchaus nette Effekte erzielen, wenn man den Blitz auf den letzten Verschlussvorhang aktiviert – das sieht dann ungefähr so aus:

vandal-x.jpg
Fotocredit: Orgasmatron (flickr)

Zusammenfassend noch mal die einzelnen Parameter:

Kameramodus: Blendenvorgabe / Aperture Priority
Blende: weit offen / kleiner Blendenwert (z.B. f1.8)
ISO-Wert: ziemlich hoch, bei mir 800
Metering: Spot
Autofokus auf Einzelfeldmessung

Vielleicht kann jemand mit diesen Angaben etwas anfangen. Wie in vielen Bereichen gilt auch bei der Konzertfotografie, dass es keine richtige oder falsche Vorgehensweise geben kann, solange das Ergebnis stimmt. Der beschriebene Weg ist lediglich das, was ich für meine Konzertfotos mache.
Ich bin auf eure Anregungen gespannt.

2261172680_fa4b61753d_o.jpg

Weiter lesen

Ich habe in meinen Bookmarks noch ein paar Quellen gefunden, die sich dem Thema Konzertfotografie ebenfalls widmen:

Auf Boudist.com hat der auf Konzerte spezialisierte Australier Daniel Boud seine Concert Photography Masterclass veröffentlicht.
Auf CameraPorn.net gibt es zwei Artikel zum Thema Fotografieren bei Konzerten: Concert Photography ain’t easy but it sure is fun und More Thoughts on Concert Photography.

Bei Martin gibt es einen Gastartikel von Michael Schmid: Hilfreiche Tipps zur Konzertfotografie

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Mona Kuhn, Fotografin

Vom 11. February 2008, Kategorie(n): Fotografie

Mona Kuhn, Fotografin, Fotografie

Die brasilianische Fotografin deutscher Abstammug zeigt auf ihrem Portfolio, wie man Unschärfe gekonnt als Stilmittel einsetzen kann.

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Ja, Kontakt!

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Kai Müller bei
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